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MMEWSLETTER

Vom 16. bis 22. April

ACHTUNG -
Politikiphoben Menschen wird heute das Überspringen des Vorwort empfohlen

"Die Menschen" gehen wieder auf die Straße. Wie schön! Bevor uns das im Einklang mit der knospenden Umwelt all zu doll begeistert, stellen sich mir ein paar Fragen. Was bringt das? Was kommt danach?
Ich finde, es sollte mal wieder darauf hingewiesen werden, dass die Straße kein guter Ort ist, um seine Meinung kund zu tun. Tatsächlicherweise ist sie sogar ein außergewöhnlich schlechter. Dieser Ausdruck ist zeitlich begrenzt und örtlich sehr eingeschränkt.
Wie viele Menschen tatsächlich erreicht werden, hängt immer von anderen ab. Weil der Kuchen, der mediale und auch die Torte Internet, nun mal zur Zeit so aufgeteilt sind, wie sie aufgeteilt sind.
Aber welche anderen Möglichkeiten bleiben uns? Unter den gegenwärtigen Verhältnissen und Produktionsbedingungen, ist es sehr schwierig, "die Meinungsfreiheit", sinnvoll zu nutzen. Oder etwa gar aus "Meinung" "Gestaltung" zu machen. Etwa eine Handvoll Möglichkeiten haben "die Menschen", also wir. Aber eine Handvoll ist immerhin eine Faust. Und dazu gehört natürlich auch die Straße. Falls ihr euch nun fragt, welche anderen Möglichkeiten meint er wohl? Hier ein weiteres Beispiel, für Meinungsäußerung.

Bei uns wird es dieses Wochenende noch ein paar weitere Stimmen geben, von denen wir hoffen, dass sie zumindest bei euch Gehör finden. Manche in Form von "Talks", andere am Stammtisch und jede Menge Meinung als Knust. Wir haben die Hoffnung, dass du uns deine am Tresen flüsterst oder an die Wände schreibst.
Donnerstag bis Montag feinste Kost, von A wie Absurd bis Z wie Intellektuell. Los gehts mit:
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Techno, Tech-House, House, Disco, Funky

Do. · 18.04. · 23:59 Uhr
pouqui.mind

Das wird ein laaanges Wochenende, wer tagsüber nix zu tun hat kann ja mal rüber in's Johannes Knüttel im Exil schnuppern (zwinker zwinker),aber dann bitte abends auch wiederkomm' und nochmal Eintritt zahlen, OK!

Donnerstag freuen wir uns über ein wahrhaftiges Tohuwabohu dreier Crews, welche der Sinn für die gewisse musikalische Mischung vereint. Namentlich never.mind, die schon die eine oder andere Themaparty in Berlin abgerissen haben, die Ex-Wessis Schrottpourri, welche Euch nicht zuletzt für ihren legendären Verkleidungs-Verleih-Service bekannt sein dürften, und moqui marbles, Berliner Edelsteine die sich in (fast) kompletter Crewstärke hinters DJ*-Pult klemmen wollen. Muss der Housemeister wohl vorher noch 'n paar Dachlatten zur Verstärkung ranspaxen

Musikalisch präsentiert sich das schmuddelige Kuddelmuddel zum Green Thursday housig funky, disco soulig mellow und keine Sorge, Stampfi Stampfi darf natürlich auch nicht fehlen.

Menschenskind Ecorn "Trash the Fash" Olsen brachte im Telegram-Interview den Abend wie folgt auf den Punkt: "...ziemlich bunt, mit klitzer und so. alle haben sich lieb. voll schön. mit verkleiden."
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Roots/Dub, Bass, Techno, Hardtek

Fr. · 19.04. · 18:00 Uhr
Sound System Culture:
On the Radical Roots of Rave

Bicycle Day & Sonnenschein! Und dann ab 18 uhr unbedingt im Mensch Meier einkehren, denn unser absolutes Goldstück des Monats April kommt am K-Freitag: Sound System Culture - on the radical roots of rave. Nach vergleichsweise kleineren Events in Lauschangriff und im besten Club Berlins am Ostkreuz folgt nun pt. III welche wohl alles Vorherige in den Schatten stellt. Supportet wird die Sause durch die Soundsystems A_Sound und Triple P.

Das kulturelle Begleitprogramm wird diesmal bereichert unter anderm durch musikalischen Input & Talk nebst Bildern zu den Anfängen der Soundsystemkultur auf Jamaika von David Riley und einer Austellung von Fotografien früher 90er Jahre-Raves in the U.K. von Ed Twist. Dazu noch jede Menge Workshops und Talks, das gesamte, umfangreiche Programm (fast schon ein Kongress) findet mensch hier.

Ausserdem noch 'ne Performance von SAOU TV & Kevin Koen und Visuals von der Flimmerkiste. Die musikalische Gestaltung orientiert sich an den vorgelagertem Inputs und rüttelt an Genregrenzen und Floormauern - "von afrohouse und kuduro, zu hardtek zurück zu dub und ein bisschen dnb dazwischen".

Zum Ohren vorglühen hier ein paar Tipps: SpaceBassig wirds bei PMP MZK aus Hamburg, Dubbig vorwärts gehts beim Jah Forcefield aus Sarajevo und elektronische Experimente live macht Mila Chiral, Berlin.
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Techno, Deep Housek

Sa. · 20.04. · 23:59 Uhr
VII Jahre HangarTechno

Am Samstag beehren uns die charmanten Profis von der Hangartechno-Gäng endlich wieder einmal. Gefeiert wird das verflixte VIIte Jahr und alles steht im kryptischen Zeichen der Verschwörungstheorie, "I don't believe in conspiracy theories - i believe in conspiracies", vielleicht kommt Julian Assange ja auf'm Hoverboard vorbeigedüst. Neben ihrem Resident-Katalog haben sie unter Anderen die geschätzte Xetexe Josephine W. und Kernel Existence im Schlepptau. DramArt performen und Deko & Licht wie immer von den Alleskönner*innen der Hangartechnocrew.
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Film + Diskussion, Techno, Deep, World

So. · 21.04. · 22:00 Uhr
Mah o Setareh
- Frühlingsfest

Zum Ausklang des Feiertagwochenendes wird's mystisch-poetisch-weich wie CBD-Räucherstäbchen bei Yoga auf persischen Klangteppichen, Augen zu und durch - die Nase einatmen ... ausatmen. Vielen Dank dass Sie sich die Zeit nahmen um unseren Rundbrief zu studieren, hiermit entlasse ich Sie in das sakrale Ostara-Wochenende, mit den folgenden, zeitlosen Worten voll ursprünglicher Weisheit:

Aber wie Kinder versammeln sie sich
außerhalb der Zeit
und tanzen nur für sich selbst zu einer Musik,
die so subtil ist, dass wir nur
an den Rändern fummeln können.

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Was sich & uns sonst noch so bewegt

ORDENTLICH THEATER MACHEN!

Hitziger Diskurs in Form von „kritischen Theater“ steht wiedermal zur Debatte.

Worum geht’s ?

Seit Neujahr gibt es eine Antirassismusklausel, die künftig in Verträgen rund ums Theater eingebettet werden soll. Sollte es während der Produktion zu Diskriminierung Beteiligter kommen, so müsse das jeweilige Haus mit Aktionen in Form von Aufklärung und Sensibilisierung gegensteuern. Im Ernstfall kann diese Klausel sogar zur Absage einer Premiere führen. Zuletzt sorgte das Theater Oberhausen für medialen Wirbel. Das Performancekollektiv TechnoCandy plädierte für die Nennung der Klausel in ihrem Vertrag und scheiterte an den Widerständen der Verwaltung, welche die Meinung hegt, dies sei doch schon in den Grundrechten geregelt. Das absurde hierbei ist, dass laut eigenen Aussagen des Intendanten Florian Fiedlers, das Theater Oberhausen sich sowieso schon mit Workshops zur Behandlung dieser Thematik engagiert.

Diskutiert wird samt dem Kollektiv und anderen SprecherInnen wie der Dramaturgin und Rechtsanwältin Sonja Laaser – welche die Klausel unter anderem mit verfasste. Was muss in deutschen Theatern noch geschehen, um bald echte Diversität wahren zu können und solch eine Klausel überflüssig – weil selbstverständlich - werden zu lassen?

Zum Nachlesen des Vorfalls hier noch von der TAZ ein Interview mit TechnoCandy, und noch ein weiterer Artikel...

Am 18. April um 20 Uhr lädt das Ringtheater zum Talk, das ganze bei Eintritt auf Spendenbasis. Wer seine/ihre Substanz schonen will um frisch und fruchtig bei SoundSytemCultere abzuzappeln, der kann sich das ganze im Nachgang auch via Podcast aneignen.

Rätsel

Neulich in Neukölln. Mitternacht im Bäreneck. Die Wirtin steht mitn paar Gästen ana Theke. Da jeht die Tür auf, nen feiner Herr kommt rin und bestellt ne Flasche Champagner. Als er diese bekommen hat, lässt er den Korken knallen und ruft laut: „Prosit Neujahr!!“ „Wat soll denn der Quatsch ?“, weist ihn die Wirtin zurecht. „Wir ham OSTERN!“ „Ostern?“, stammelt der Mann perplex. „Oh je, das jibt Ärger. So lange war ick ja noch nie feiern…“

Wir schon! Och diesmal feiern wir wieder ganze vier Tage lang. Und es gibt Gästeliste. Ganz exklusiv. Donnerstag, Freitag, Samstag oder och Sonntag könnten wa für dich reservieren. Na, Interesse? Dann beantworte doch bitte folgende Frage und mit nen bisschen Glück wird das Leben leichter. Und dein Geldbeutel bleibt stabil.

Was is denn bitteschön ein falscher Hase?

Wenn dus weißt, schick ne Mail mit der Lösung an newsletter at menschmeier punkt berlin und gib och an welchen Tag du kommen magst. Viel Glück!
Veranstaltungsort ohne Platz für Sexismus, Rassismus,
Homo-/ Trans*feindlichkeit und anderes diskriminierendes Verhalten.

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